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Jakarta & Tidung Island

Nach der ersten Woche Praktikum stand dann auch schon der erste Urlaub an 😉 Zusammen mit 2 anderen Praktikanten aus Russland und Korea und unseren Projektbetreuern von AIESEC sind wir zu den thousands of Islands gefahren. Das sind unzählige Inseln im Pazifik nordwestlich von Jakarta. Dazu sind wir erstmal mit dem Bus nach Jakarta gefahren. Jakarta ist einfach unglaublich. So viele Autos, Menschen, Hitze, Chaos… kann man sich einfach nicht vorstellen 😉 Nachdem wir uns mehrmals in den Bussen geirrt haben (obwohl 2 der Aiesecer in Jakarta aufgewachsen sind!) haben wir uns dann Monas (indonesisches Nationaldenkmal) angeschaut und in der größten Shopping-Mall Südostasiens gegessen (und uns dort auch wieder verloren ^^). Die kurze Nacht haben wir dann bei der Familie einer Aiesecerin verbracht, weil wir um 3 Uhr schon wieder raus mussten und zur Fähre im Hafen fahren. Dort sind wir dann durch den Fischhafen gelaufen und der Gestank war einfach atemberaubend, so dass ich schon an unserer Reise gezweifelt hab. Dann sind wir aber aufs Boot (dessen Decke nur 1m hoch war) und auf gings Richtung Tidung Island. Ich hab dann erstmal gepennt und als ich aufgewacht bin hat mich dann ein Traumblick erwartet: Ganz viele palmenbewachsene Insel mit Goldstrand und türkisem Meer  Aber auch tropische Hitze… Als wir angekommen sind hat uns dann unser Führer in ein Haus  im Dorf gebracht und wir haben unsere Sachen abgeladen und erstmal geschlafen. Nachmittags haben wir uns dann Fahrräder geschnappt (lol ich bin einfach zu groß für indonesische Verhältnisse) ohne Bremsen und sind einmal um die Insel gefahren. Leider hat sich dann rausgestellt dass es doch nicht so paradiesisch ist, da sehr viel Müll etc. einfach auf den Boden/ins Meer geschmissen wird. Wir haben dann noch Coconut-Juice aus einer echten Kokosnuss getrunken und sind zum Sonnenuntergang ans östliche Ende der Insel gefahren. Dort gibt es auch eine Brücke zur Nachbarinsel von der Mann super ins Wasser springen kann. Diese ist so ca. 6m hoch und wir haben dann einen Wettbewerb draus gemacht wer sich traut (von oben siehts nach deutlich mehr aus als von unten 😀 ). Am nächsten Tag sind wir dann wieder früh raus (argh) und zu einer Bootstour in den Hafen gefahren mit den Rädern. Mit dem Boot (das bei jeder noch so kleinen Bewegung deutlich schwankte) sind wir dann zu ner einsamen Insel gefahren und waren dort schnorcheln. Die Indonesier haben alle Schwimmwesten getragen da die meisten nie schwimmen gelernt haben. War sehr schön aber ich bin wohl etwas von Australien verwöhnt deshalb fand ich die Korallen jetzt nicht soo der Hammer. Danach haben wir noch eine Runde mit dem Banana-Boot gedreht und abends eine kleine Abschiedsparty für Jieji aus Korea gemacht. Dort habe ich dann auch die indonesische Sitte kennengelernt, den Befeieren (zb Geburtstagskind) mit allem möglichen Zeug zu bewerfen (Mehl, Konfetti, Shampoo etc.). War ganz lustig wird sind dann am lagerfeuer gesessen und haben Fisch gegessen. Am nächsten Tag war ich dann total fertig von der Hitze (und einem MEGA Sonnenbrand) so dass ich dann nichts mehr machen wollte und es ganz gut war, dass wir dann wieder nach Jakarta gefahren sind. Dort haben wir dann noch ein bisschen Zeit bei einem der Indonesier verbracht und waren beim Burger King (geht gar nicht, schmeckt hier einfach nur sch… und ist teuer). Danach sind wir dann mit dem Bus wieder nach Bandung für unschlagbare 2,60 Euro.

 

Global Village & Yogyakarta

Für Samstag stand dann das Global Village an: Das ist eine Party bei der alle praktikanten ihr jeweiliges Land vorstellen und dazu Bilder, Essen usw. mitbringen. Ich hab dann (schwäbischen) Kartoffelsalat gemacht, wobei es echt schwer war an kartoffeln ranzukommen da diese aus den USA importiert werden. Dann hab ich mich auf den Weg gemacht (10Uhr morgens) und dort hab ich dann auch noch 4 andere Deutsche kennengelernt (alle aus Hamburg). Außerdem gabs noch Stände aus Russland, Ukraine, Brasilien, Holland, Tschechien usw. War ganz nett aber irgendwie ist die Stimmung bei deutschen Global Villages doch etwas anders. Von dort aus gings dann gleich zum Bahnhof und in den Zug nach Yogykarta, das ist eine Stadt in Zentraljava. Das hieß 9 Stunden Fahrt im indonesischen Zug mit willkürlichen Stops (Ziege aufm Gleis?). War aber lustig dadurch dass Daniel & Piia mich begleitet haben  Als wir dann mitten in der Nacht angekommen sind haben und Verwandte von Piias Gastfamilie abgeholt was sich als echter Glücksfall erwiesen hat, da das auch Studenten waren und wir gratis übernachten konnten. Am nächsten Tag hatte ich dann mein erstes traumatisches Erlebnis in Indonesien: Als ich meinen Helm über den Spiegel des Motorrads hängen wollte bin ich mit meinem Bein an das Auspuffrohr (indon. Knalpot 😀 ) gekommen und hab mich fett verbrannt. Haben sich sofort fette Blasen gebildet und war auch nicht gerade angenehm…. Nach dem Frühstück sind wir dann auf nach Prambanan, eine hinduistische Tempelanlage ganz in der Nähe von ‚Yogya‘. War sehr beeindruckend und geschichtsträchtig, hatte zum ersten Mal richtig Kontakt zu Hinduismus und die Stories klangen schon lustig irgendwie. Leider hats dann nach ner Weile angefangen monsunartig zu regnen so dass wiruns schnell was zum unterstellen gesucht haben und danach auch schon wieder weg sind. Abends sind wir dann in eine Raggae Bar war ziemlich cool. Am nächsten Tag haben wir dann ein paar andere Deutsche & Indonesier getroffen und sind zusammen mit einem gemieteten Fahrer-Auto nach Borobudur gefahren, eine riesige buddhistische Tempelanlage. Oh davor waren wir noch im Palast des Sultans von Yogyakarta, der auch ein wichtige Rolle im Unabhängigkeitskampf der Indonesier von den Niederlandern 1945-49 gespielt hat. War ein ziemlich offener Palast mit deutsch Uhren hehe. Und der 7. Sultan hatte 3 Frauen und 96 Kinder o.O Borobudur danach war irgendwie ähnlich wie Prambanan aber auch wieder anders. Trotzdem kam dann wie erwartet ziemlich schnell wieder der Regen auf so dass wir nur kurz dort waren und dann im regen fast untergangen sind, war heftig. Abends mussten wir dann schon wieder den Zug zurück nehmen, dieses mal „First class“ mit verstellbaren Sitzen und Steckdosen, aber auch mit Klimaanlage die mir ne Erkältung beschert hat. Am nächsten Morgen waren wir dann zurück in Bandung und ich musste schnell zu meiner Klasse.