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Jakarta & Tidung Island

Nach der ersten Woche Praktikum stand dann auch schon der erste Urlaub an 😉 Zusammen mit 2 anderen Praktikanten aus Russland und Korea und unseren Projektbetreuern von AIESEC sind wir zu den thousands of Islands gefahren. Das sind unzählige Inseln im Pazifik nordwestlich von Jakarta. Dazu sind wir erstmal mit dem Bus nach Jakarta gefahren. Jakarta ist einfach unglaublich. So viele Autos, Menschen, Hitze, Chaos… kann man sich einfach nicht vorstellen 😉 Nachdem wir uns mehrmals in den Bussen geirrt haben (obwohl 2 der Aiesecer in Jakarta aufgewachsen sind!) haben wir uns dann Monas (indonesisches Nationaldenkmal) angeschaut und in der größten Shopping-Mall Südostasiens gegessen (und uns dort auch wieder verloren ^^). Die kurze Nacht haben wir dann bei der Familie einer Aiesecerin verbracht, weil wir um 3 Uhr schon wieder raus mussten und zur Fähre im Hafen fahren. Dort sind wir dann durch den Fischhafen gelaufen und der Gestank war einfach atemberaubend, so dass ich schon an unserer Reise gezweifelt hab. Dann sind wir aber aufs Boot (dessen Decke nur 1m hoch war) und auf gings Richtung Tidung Island. Ich hab dann erstmal gepennt und als ich aufgewacht bin hat mich dann ein Traumblick erwartet: Ganz viele palmenbewachsene Insel mit Goldstrand und türkisem Meer  Aber auch tropische Hitze… Als wir angekommen sind hat uns dann unser Führer in ein Haus  im Dorf gebracht und wir haben unsere Sachen abgeladen und erstmal geschlafen. Nachmittags haben wir uns dann Fahrräder geschnappt (lol ich bin einfach zu groß für indonesische Verhältnisse) ohne Bremsen und sind einmal um die Insel gefahren. Leider hat sich dann rausgestellt dass es doch nicht so paradiesisch ist, da sehr viel Müll etc. einfach auf den Boden/ins Meer geschmissen wird. Wir haben dann noch Coconut-Juice aus einer echten Kokosnuss getrunken und sind zum Sonnenuntergang ans östliche Ende der Insel gefahren. Dort gibt es auch eine Brücke zur Nachbarinsel von der Mann super ins Wasser springen kann. Diese ist so ca. 6m hoch und wir haben dann einen Wettbewerb draus gemacht wer sich traut (von oben siehts nach deutlich mehr aus als von unten 😀 ). Am nächsten Tag sind wir dann wieder früh raus (argh) und zu einer Bootstour in den Hafen gefahren mit den Rädern. Mit dem Boot (das bei jeder noch so kleinen Bewegung deutlich schwankte) sind wir dann zu ner einsamen Insel gefahren und waren dort schnorcheln. Die Indonesier haben alle Schwimmwesten getragen da die meisten nie schwimmen gelernt haben. War sehr schön aber ich bin wohl etwas von Australien verwöhnt deshalb fand ich die Korallen jetzt nicht soo der Hammer. Danach haben wir noch eine Runde mit dem Banana-Boot gedreht und abends eine kleine Abschiedsparty für Jieji aus Korea gemacht. Dort habe ich dann auch die indonesische Sitte kennengelernt, den Befeieren (zb Geburtstagskind) mit allem möglichen Zeug zu bewerfen (Mehl, Konfetti, Shampoo etc.). War ganz lustig wird sind dann am lagerfeuer gesessen und haben Fisch gegessen. Am nächsten Tag war ich dann total fertig von der Hitze (und einem MEGA Sonnenbrand) so dass ich dann nichts mehr machen wollte und es ganz gut war, dass wir dann wieder nach Jakarta gefahren sind. Dort haben wir dann noch ein bisschen Zeit bei einem der Indonesier verbracht und waren beim Burger King (geht gar nicht, schmeckt hier einfach nur sch… und ist teuer). Danach sind wir dann mit dem Bus wieder nach Bandung für unschlagbare 2,60 Euro.

 

Global Village & Yogyakarta

Für Samstag stand dann das Global Village an: Das ist eine Party bei der alle praktikanten ihr jeweiliges Land vorstellen und dazu Bilder, Essen usw. mitbringen. Ich hab dann (schwäbischen) Kartoffelsalat gemacht, wobei es echt schwer war an kartoffeln ranzukommen da diese aus den USA importiert werden. Dann hab ich mich auf den Weg gemacht (10Uhr morgens) und dort hab ich dann auch noch 4 andere Deutsche kennengelernt (alle aus Hamburg). Außerdem gabs noch Stände aus Russland, Ukraine, Brasilien, Holland, Tschechien usw. War ganz nett aber irgendwie ist die Stimmung bei deutschen Global Villages doch etwas anders. Von dort aus gings dann gleich zum Bahnhof und in den Zug nach Yogykarta, das ist eine Stadt in Zentraljava. Das hieß 9 Stunden Fahrt im indonesischen Zug mit willkürlichen Stops (Ziege aufm Gleis?). War aber lustig dadurch dass Daniel & Piia mich begleitet haben  Als wir dann mitten in der Nacht angekommen sind haben und Verwandte von Piias Gastfamilie abgeholt was sich als echter Glücksfall erwiesen hat, da das auch Studenten waren und wir gratis übernachten konnten. Am nächsten Tag hatte ich dann mein erstes traumatisches Erlebnis in Indonesien: Als ich meinen Helm über den Spiegel des Motorrads hängen wollte bin ich mit meinem Bein an das Auspuffrohr (indon. Knalpot 😀 ) gekommen und hab mich fett verbrannt. Haben sich sofort fette Blasen gebildet und war auch nicht gerade angenehm…. Nach dem Frühstück sind wir dann auf nach Prambanan, eine hinduistische Tempelanlage ganz in der Nähe von ‚Yogya‘. War sehr beeindruckend und geschichtsträchtig, hatte zum ersten Mal richtig Kontakt zu Hinduismus und die Stories klangen schon lustig irgendwie. Leider hats dann nach ner Weile angefangen monsunartig zu regnen so dass wiruns schnell was zum unterstellen gesucht haben und danach auch schon wieder weg sind. Abends sind wir dann in eine Raggae Bar war ziemlich cool. Am nächsten Tag haben wir dann ein paar andere Deutsche & Indonesier getroffen und sind zusammen mit einem gemieteten Fahrer-Auto nach Borobudur gefahren, eine riesige buddhistische Tempelanlage. Oh davor waren wir noch im Palast des Sultans von Yogyakarta, der auch ein wichtige Rolle im Unabhängigkeitskampf der Indonesier von den Niederlandern 1945-49 gespielt hat. War ein ziemlich offener Palast mit deutsch Uhren hehe. Und der 7. Sultan hatte 3 Frauen und 96 Kinder o.O Borobudur danach war irgendwie ähnlich wie Prambanan aber auch wieder anders. Trotzdem kam dann wie erwartet ziemlich schnell wieder der Regen auf so dass wir nur kurz dort waren und dann im regen fast untergangen sind, war heftig. Abends mussten wir dann schon wieder den Zug zurück nehmen, dieses mal „First class“ mit verstellbaren Sitzen und Steckdosen, aber auch mit Klimaanlage die mir ne Erkältung beschert hat. Am nächsten Morgen waren wir dann zurück in Bandung und ich musste schnell zu meiner Klasse.

Ankunft in Indonesien

Soo, nachdem mich meine erste Deutschstunde hier so mega motiviert hat, hab ich beschlossen meinen Blog endlich wiederzubeleben 😀
Im Flieger von Kuala Lumpur nach Bandung saß ich neben einem Malaysier der mir gleich ganz viele Tipps zu Bandung gegeben hat, anscheinend ist Bandung die Shopping City für Malaysier weil es hier viele Outlet stores gibt und Indonesien billiger ist als Malaysia. Im Landanflug hab ich dann auch schon ganz viele Berge und Vulkane entdeckt, sieht echt spannend aus mit tropischem Regenwald bewachsen. Dann bin ich auf dem Mini-Flughafen angekommen (3 Flüge am Tag) und hab dort erstmal ne halbe Stunde bei der Immigration gewartet. Als ich dann mein Visum vorgezeigt hab, war der Typ total schockiert, dass Leute MIT Visum kommen und musste erstmal telefonieren was das mit dem Visum auf sich hat hehe. Dann wurde ich auch gleich von einigen Aiesecern und meinem Gastbruder Melby abgeholt. Wir sind dann zu meiner Gastfamilie gefahren und ich hab gleich meinen ersten faux-pas begangen: Hier muss man die Schuhe ausziehen wenn man ein Gebäude betritt und ich bin natürlich mit Flip-Flops überall rumgelatscht… Abends kam dann gleich schon das erste Highlight: Wir sind auf einen Berg in der Nähe gefahren und von dort hat man eine super Aussicht auf die Stadt bei Nacht (sorry hatte leider keine Kamera dabei). Dort hab ich dann auch mein erstes Nasi Goreng gegessen (yam yam!).
Am Sonntag wurde ich dann um 5 Uhr morgens geweckt, hier fahren nämlich um die Zeit Eis- und wasweissichwas –Verkäufer rum die natürlich eine passende musikalische Untermalung zur Kundenbindung nutzen argh! Mittags hab ich dann Chicken Satay probiert und es gab eine kleine Opening-ceremony mit meinen Schülern. Abends hab ich dann mit meiner Gastfamilie deutsche Schokolade gegessen (Ritter Sport). Am Montag stand dann das erste Abendteuer an: Eine Fahrt mit dem Angkot (mehr dazu weiter unten). Da hat mir mein Gastbruder Melby gezeigt wie ich zu meiner Schule komme. Abends waren wir dann mit seinen Freunden Fußball spielen, hat super viel Spaß gemacht und ich war schockiert wie viel die Indonesier über deutschen Fußball wissen. Am Dienstag hab ich mich dann mit den anderen Aiesecern und anderen Praktikanten beim Mc Donalds in Dago getroffen (ist hier so der aiesec-Treffpunkt) und wir sind zu einem Angklung-Konzert gefahren. Angklung ist ein traditionelles Instrument, es besteht aus mehreren Bambusstangen die dann ähnlich einer Glock klingen. Je nach Bambuslänge kann dann ne bestimmte Tonhöhe erreicht werden, ich war total begeistert wie das klingt und wie man aus den Bambusröhren so einen Sound bekommt. Danach wurde ich noch von einem meiner Deutsch-Schüler auf ein Konzert eingeladen, war total edel in einem Hotelballsaal mit verschiedenen indonesischen bands (Organic Project und DER Star-DJane in Indonesien) war echt cool aber was mich etwas gewundert hat, dass bei einem Konzert hier alle stehen (nicht tanzen) und ruhig bleiben. War aber trotzdem sehr cool (gratis Essen und Getränke hehe) und die Bands echt gut. Am Mittwoch stand dann ein Ausflugstag mit meiner Gastfamilie auf dem Programm: Zusammen mit meiner Gastmutter und 2 der Gastbrüder sind wir auf einen Vulkan im Norden von Bandung gefahren. Dort gibt es einen Vulkankrater der noch richtig aktiv ist (erkennbar an dem Gestank 😉 und wir sind dann auch noch durch den Regenwald zu den heißen Quellen gewandert, in denen man auch Eier kochen kann (siehe Bilder). Außerdem sind wir noch zu den Hot Pools gefahren, das ist echt faszinierend: Das heiße Wasser von dem Vulkan fließt in einen Fluß und der wird dann zu verschiedenen Pools aufgestaut. War sehr entspannend im heißen Wasser zu liegen  Am Donnerstag hatte ich dann meinen ersten Arbeitstag (mehr dazu unten).

Verkehr in Indonesien
Mein Lieblingsbeispiel, wenn ich nach Unterschieden zwischen Deutschland und Indonesien gefragt werde, ist der Verkehr: Ich sag dann immer der deutsche Verkehr geht so (ich zeige eine gerade Linie) und der indonesische Verkehr geht so (ích zeige eine Schlangenlinie). Hier gibt es unglaublich viele Motorroller, die ständig die Spuren wechseln und immer irgendwie irgendwen überholen. Gleiches gilt eigentlich auch für die Autos, wobei ich bis jetzt noch nicht gecheckt habe, wo der Unterschied zwischen hupen, 2x hupen, Lichthupe, Blinken und Arm aus dem Fenster strecken ist, für mich sieht das alles so aus wie geh mal aus dem Weg, ich fahr jetzt hehe 😉 Der öffentliche Nahverkehr läuft hier über Angkot (Angutan Kota), das sind umgebaute Kleinbusse, bei denen hinten entlang der Fenster Bänke eingebaut sind und so bis zu 13 Leute (mein bisheriger Rekord) reingesteckt werden. Für mich leider etwas problematisch, ich schaffs irgendwie immer mir beim Ein- oder Aussteigen den Kopf anzuschlagen 😛 Die Angkots unterscheiden sich je nach Farbe und fahren dementsprechend eine bestimmte Route (zum. Offiziell). Ein – und aussteigen kann man prinzipiell überall, einfach „kiri kiri“ rufen, dann fährt der Fahrer links (JA Linksverkehr) ran. Bisher hatte ich immer Glück und ich bin noch nicht im Angkot-Netz verloren gegangen, aber auch nur dank tatlräftiger Unterstützung von google maps 😉 Faszinierend ist es auch, wie die Angkot-Fahrer immer erkennen, wer einsteigen möchte und wer nicht und dann immer im richtigen Moment anhalten auch wenn die Person kaum sichtbar ist oder wie ich gerade aus dem Supermarkt kommt 😉

Essen in Indonesien
Das Essen in Indonesien ist einfach: traumhaft. Im Prinzip gibt’s zu jeder Mahlzeit Reis. Morgens meistens gebratenen Reis mit Gemüse (z.B. Zucchini, Karotten oder Bambussprossen) und Fleisch (Hähnchen) bzw. Fisch. Mittags dann nochmal und Abends egtl auch 😛 Indonesien vereint unglaublich viele einzelne Völker, die alle unterschiedliche Essenstraditionen haben und deshalb gibt es hier eine riesige Auswahl an verschiedenen Gerichten. Meine Highlights bisher sind Nasi Goreng, Nasi Padang, Miehun, Lumpia, Bala-Bala und vieles mehr  Das meiste ist Reis oder Nudeln mit Gemüse, Ei und Hühnchenfleisch aber weniger fettig als beim Chinesen ^^ Bisher hatte ich noch gar keine Magenprobleme, hab da wohl im Gegensatz zu anderen Europäern sehr viel Glück  Ich bestellt immer alles extra mild, weil das „normal“ wäre schon zu scharf für mich… Außerdem hab ich festgestellt, dass ich für die Indonesier einen abartigen Trinkkonsum habe. Als ich demletzt mit einer 1,5l Flasche Wasser ankam waren meine Schüler ganz geschockt wie ich soviel trinken könnte…

Meine Gastfamilie
Da hab ich echt Glück gehabt. Meine Gastfamilie ist super nett und hilft mir bei wirklich allem  Sie sind auch sehr gläubig, aber trotzdem total offen. Mein Gastvater fastet zum Beispiel auch außerhalb des Ramadan und meine Gastmutter trägt immer ein Kopftuch.
Mein Gastvater ist Professor an der ITB (KIT von Bandung) und die vier Söhne sind alle super nett, auch wenn es beim Englishc noch etwas hapert, wir reden dann mit Händen und Füßen 😉 Mein Gastbruder Melby (benannt nach Melbourne wo mein Gastvater studiert hat) spricht echt gut Englisch und wir machen viel zusammen. Ich komm mit allen super gut klar und auch mit der Verständigung klappts meistens. Das Haus ist mehr oder weniger in einem Reichen-Ghetto mit Schranke am Eingang, man merkt schon dass es meiner Gastfamilie besser geht als den meisten Indonesiern. Trotzdem trifft man hier in der Stadt sehr oft auf krasse Armut, gerade was die Häuser angeht oder wie es den Leuten körperlich geht.

Mein Praktikum
Das hat mich am meisten überrascht: Ich bin total begeistert von meinem Praktikum 😉 Im Grunde geht es darum, Deutsch und Englisch zu unterrichten sowie als „Botschafter“ die deutsche/australische Kultur näher zu bringen. Ich hab Unterricht von MO bis SA und unterrichte vormittags an einer High-School für 14-16 jährige Englisch in einer Art conversation class, bei der es hauptsächlich darum geht, mit den Schülern Englisch zu sprechen und diese zu motivieren. Macht super viel Spaß und die Themen reichen dann über Essen, Indonesien vs. Deutschland, Fussball usw. Abends hab ich dann 2 Deutsch-Klassen mit überwiegend Studenten, was auch super viel Spaß macht, wobei ich heute schon an meine Grenzen gegangen bin als es um Akkusativ, Dativ und Co. ging. Sollte mich vllt bei Gelegenheit mal mehr mit deutscher Grammatik auseinander setzen 😉 Die Schüler sind alle sehr nett und interessiert an Deutschland, die meisten möchten dann später in Deutschland studieren oder Familie besuchen. Ab nächsten Donnerstag gehe ich dann jede Woche auch an eine Schule im „Slum“ um dort Englisch zu unterrichten, bin mal gespannt wie das wird.

West Coast

Nach einem Mini-Aufenthalt in Sydney bin ich dann mit Virgin Australia nach Perth geflogen. Überrascht hat mich die Flugzeit (4,5 Stunden), nämlich länger als nach NZ! Dort angekommen wurde ich von Julia und Christina abgeholt und wir sind gleich mit dem Auto weiter. Das war dann auch DAS erste Autofahren in Australien (Blogpost folgt). Wir sind dann vom Flughafen zum Nambung National Park gefahren, dort gibt es die berühmten Pinnacles. Sah schon sehr beeindruckend aus in dem gelben Sand plötzlich überall so Steinspitzen zu finden (die ersten holländisch Segler dachten übrigens, das seien Ruinen einer ehemaligen Stadt). Dann sind wir an der Küste entlang weiter bis nach Dongara, wo wir in einem ehemaligen Zug von 1904 übernachtet haben, war witzig wie die aus dem Zug ein Hostel gemacht haben. Am nächsten Tag sind wir dann nach Geraldton, der Kornhauptstadt Was weitergefahren und haben uns mit Benzin, Telstra-Handykarte und Schnorchelausrüstung eingedeckt. Noch ein Stück weiter nördlich kam dann schon der nächste National Park (Kalbarri) in dem es sowohl tolle Küsteabschnitte als auch tolle Landschaften (ähnlich Grand Canyon) gab. Am besten die Bilder anschauen, die sagen mehr als ich schreiben kann 😉 Dort konnte man auch endlich mal aufrecht in der Dusche stehen, normale australische Duschen bestehen nämlich aus einem festen Duschkopf in ca. 1,75m Höhe. Ich war begeistert! Am nächsten tag sind wir nach Denham gefahren, mitten im Weltnaturerbe Shark Bay. Dort gab es unter anderem die Stromatoliten (ursprüngliche Lebensform, Mikrobakterien die Sauerstoff produzieren und so den ersten Sauerstoff für das Leben auf der Erde bereitgestellt haben), Shell Beach (ein Strand voller Muscheln) und Monkey Mia, ein Ressort an dessen Strand jeden Morgen mehrere Delfine kommen. War cool die Delfine so nah zu sehen mit ganz vielen Babys 😉 Danach hatten wir einen ziemlich harten Tag auf der Straße vor uns (die Entfernungen sind hier ganz krass, im Schnitt haben wir jeden Tag 450km zurückgelegt). Leider war unsere Zeitplanung nicht so toll deshalb mussten wir die letzten 50km nach Coral Bay im Dunkeln zurücklegen. Das war mega anstrengend, weil überall Kangaroos und andere Tiere rumlaufen und wir z.B. anhalten mussten als ne Rinderherde auf der Straße stand… Sind dann aber noch gut in Coral Bay angekommen und haben uns mehr oder weniger in die Backpacker Party  geworfen. Am nächsten Tag wollten wir dann nur noch relaxen und haben uns an den Strand gelegt. Sehr schön ist das Riff direkt am Strand so dass wir beim Schnorcheln alle möglichen Fische & Korallen sehen konnten, fast so toll wie das Great Barrier Reef. Der nächste Stop war dann Exmouth im Ningaloo Marine Park. Dort haben wir uns dann wieder an den Strand gelegt und geschnorchelt. Auf dem Weg wir dann eine Düne mit Sandboardern entdeckt und beschlossen uns das mal anzuschauen. Durften dann auch selbst boarden, war cool auch wenns mich ab und zu hingehauen hat 😉 Abends gabs dann ein Highlight: Eine Schildkröte kam an den Strand um Eier zu legen. War faszinierend wie sich eine Schildkröte an Land durch den Sand bewegt! Irgendwie lustig 😉 Der nächste Tag war dann der Tiefpunkt unserer Reise: Wir sind den ganzen Tag nach Karratha gefahren, haben dort aber leider kein Hostel gefunden. Dann haben wir beschlossen, nochmal 150km nach Port Hedland zu fahren und es dort zu probieren. Leider hat dort das ehemalige Backpackers zugemacht und was anderes haben wir auch nicht gefunden, also ne Nacht im Auto pennen. War aber ganz cool neben uns war der ganze Parkplatz voller anderer Backpacker denen es genauso ging ^^ Port Hedland und die ganze Region ist bekannt für die Mining Industrie, es gibt sehr große Erzvorkommen. Deshalb sind wir dann auch dem längsten Zug der Welt und Road trains (LKWs mit 3(!) Anhängern begegnet. Danach sind wir wieder ins Landesinnere nach Tom Price im Karijini National Park. Der war auch ziemlich spektakülär, so ähnlich wie der Grand Canyon. Dort haben wir dann auch 3. Advent gefeiert  Dann mussten wir auch schon wieder zurück nach Perth und haben unterwegs noch in einer geilen 70er Jahre Hütte übernachtet und einen Tag in Lancelin verbracht. Lancelin ist DIE Surfer-Stadt an der Westküste mit nem schönen YHA und sehr viel Wind zum Segeln, Kitesurfen oder surfen. Dementsprechend bläst es einem aber am Strand auch gehörig den Sand in die Augen. Dann mussten wir auch schon auf den Flughafen und Tschüss-sagen…

Cook Islands Paradise

Nach dem kurzen Aufenthalt in Neuseeland bin ich morgens ganz früh raus und zum Flughafen in Wellington. Von dort aus hatte ich dann einen Inlandsflug nach Auckland und von dort aus nach Rarotonga, Cook Islands. Der Flug war toll, bin neuerdings Air NZ Fan 😉 Auf dem Flughafen in Rarotonga wurde ich dann ganz Klischee-Südseehaft begrüßt mit Gitarrenspieler und echten(!) Blumenketten für die Leute aus den teureren Ressorts. Ich wurde dann von Bill abgeholt und ins International Backpackers an der Südwestküste gefahren.
Noch ein paar Hintergründe zu den Cook Islands:
Eigentlich ein eigener Staat mitten im Pazifik so ziemlich genau auf der anderen Seite der Welt von Deutschland aus. Ca. 20.000 Einwohner verteilen sich auf 14 kleine Inseln, wobei rarotonga die Hauptinseln mit ca. 10.000 Einwohnern ist. Es gibt auch ein Mini-Parlament und ein Vertreter der Queen 😉 Ansonsten sind die Inseln mehr oder weniger mit Neuseeland verbunden, z.B. gilt hier der NZ $, wobei es auch Cook Islands Münzen gibt. Das Hauptverkehrsmittel sind hier Motorroller, ne ziemlich coole Sache nur leider hatte ich meinen Führerschein in Sydney gelassen und konnte deshalb nicht selbst fahren. War aber witzig mitzufahren. Die Insel ist sehr christlich, deshalb hat am Sonntag wirklich ALLES zu und das Leben steht still hier. Die Clubs schließen um 24.00 Uhr außer freitags um 2.00 Uhr. Argh! Aber da es nur 2 Clubs auf der Insel gibt, war das nicht so schlimm und die Preise sind hier auhc etwas günstiger als in NZ, so gabs Rum&Cola z.B. für NZ-$2 (ca. 1 Euro). Aber alles was nicht von der Insel kommt ist dann gleich mega teuer, z.B. Joghurt für $10 oder Trauben für $20.
In der Woche hier hab ich nicht viel gemacht, wollte ja Urlaub von der Uni machen ^^ Also war ich ziemlich oft am Strand oder hab Filme mit den anderen Backpackern geschaut. Trotzdem hab ich auch etwas die Insel erkundet, hab z.B. den Cross-Islands walk gemacht. Nur leider den falschen Weg genommen deshalb haben der Kanadier, den ich unterwegs getroffen hab, und ich uns mehr oder weniger verirrt und mussten uns dann durch den Dschungel entlang einer Wasserleitung kämpfen. War anstrengend und mit ein paar Wunden verbunden (man bleibt ständig in einer Liane hängen) aber auch tolle Aussichten und Natur (siehe Bilder). Außerdem hab ich dann noch eine Island Night Show angeschaut, da werden traditionelle Südseetänze präsentiert mit Musik etc. War ganz nett, muss man aber nicht unbedingt gesehen haben. Cool war auch noch, dass ich relativ viel Kontakt mit den locals hatte. Einmal war ich mit den anderen zur Pre- und afterparty eingeladen und witzigerweise hab ich dann auf dieser kleinen Insel einen getroffen der in Karlsruhe gewohnt hat! Krass! Die Insulaner sind ziemlich nett, sprechen alle Englisch und sind mit den Maori aus NZ verwandt und haben auch eine ähnliche Sprache. War eine tolle Woche hier, jetzt muss ich noch die Abzocker-departation fee (30euro!) bezahlen und dann geht’s wieder nach Auckland/Sydney.

UNSW Oktoberfest

Um als erstes die wichtigste Frage zu klären: Nein, es gab kein deutsches Bier! Sehr schade, da australisches Beer ziemlich „light“ schmeckt bzw. irgendwie keinen so richtigen Geschmack hat, dafür aber $40 (30 EUR) mindestens kostet 😉 Hier an der Uni ist das „UNSW Oktoberfest“ die größte Party des Jahres, organisiert von der Hochschulgruppenvereinigung (Arc). Ne ziemlich geile Sache, da man für $10 Eintritt Live-Bands wie die Bag Raiders (kennt ihr bestimmt aus der Vodafone Werbung „way back home“), TV Rock und andere sehen kann. Mit 5.000 Leuten auch ziemlich groß. Nachdem hier wochenlang das Vorfreudefieber rumging und alle Panik gemacht haben, die kein Ticket ergattert hatten, hatte ich dann auch ziemlich große Erwartungen. Als ich dann nachmittags zu meiner Vorlesung bin, sind mir schon überall Leute mit Lederhosen und Plastikdirndl entgegen gekommen und der ganze Campus roch nach Bier ^^ War voll die coole Stimmung und dann hab ich mich noch mit ein paar anderen in meinem Wohnheim zum Vorglühen getroffen. Alle waren total begeistert davon mit nem richtigen Deutschen zu feiern  Danach sind wir dann zum Festgelände, sprich dem Arc Precinct auf dem Campus. Dort wurde mir leider mein Ticket aus der Bauchtausche der Lederhose geklaut! Mega scheisse! Hab dann aber auf dem Schwarzmarkt eins für $20 gekauft, naja… Drinnen wars dann ziemlich enttäuschend, war eigentlich nichts groß Oktoberfestmäßig abgesehen von den Kostümen und das Bier war auch mies (= australisches Bier). Die Bands hab ich dann auch nicht mehr gesehen weil das Stadium in dem die Bühne war, abgesperrt ham nach 20.00. War aber trotzdem ein ganz witziger Abend, praktisch wie jede andere Party aber mit Dirndl und Lederhosen.

Spring break! Bondi to Coogee walk

Juhu! Nachdem ich letztes WE in Melbourne war, musste ich noch eine Woche überstehen bis zu den Ferien. Die Woche hatte es aber in sich: Mid-Semester exam in Solar cells und Präsentation in Marketing. Die Präsi lief ganz gut, kam mit dem Englisch gut klar. Das Thema war eine case study zur „Real Beauty Campaign“ von Dove, kennt ihr vllt noch aus der Werbung. Richtig hart war aber der midsemester test in solar cells: 1 Stunde und 4 Aufgaben, ich hab gerade mal 2 geschafft. Zum Glück zählt der nur 10% und man muss ihn nicht bestehen. Die Aufgaben waren sehr rechenlastig und theoretisch zum Aufbau von Solarzellen, aber leider nichts wirklich Praktisches. Dann am Mittwochabend die letzte Vorlesung und dann hieß es für mich für die nächsten 1,5 Wochen: Spring break! Die meisten study abroad Leute sind nach Cairns, da ich dort aber schon war wollte ich lieber Sydney näher erkunden, hatte dafür bisher keine Zeit. Richtig Hammer war dann das Wetter, am Ende des Winters (Anfang September) hatte es 28 Grad und knallende Sonne! War dann in Coogee am Strand und trotz Sonnencreme hab ichs geschafft mir einen Sonnenbrand zu holen, nämlich um die Augen herum. Sah dann mehrere Tage so aus als hätte ich 2 blaue Augen 😛 Ansonsten hab ich noch die typischen Touri Sachen gemacht wie Opera House, Harbour Bridge etc. Sehr cool war auch der Coogee Beach to Bondi Beach walk, das ist ein Wandertrack direkt an der Küste entlang. Tolle Aussichten und fands krass so viel schöne Natur direkt in der Stadt zu haben. Hab dann auch ziemlich viel mit den Leuten aus meinem Wohnheim und den Aiesecern gemacht, war z.B. indisch essen, auf dem Sydney Tower oder hab Linsen und Spätzle gekocht (yam!!!). Am Ende der Woche war dann Festival of winds in Bondi Beach. Das ist ne Art Drachenfest mit allen möglichen Drachen, Segeln usw. und Livemusik und Essen, kann man sich auch wie ein Straßenfest vorstellen.

Melbourne!

Ende August: Juhu, Melbourne steht auf dem Plan 🙂 Donnerstags hab ich mich um 4 Uhr aus dem Bett gequält und ab zur Bushaltestelle und -surprise- der Bus kam! Keine Selbstverständlichkeit hier und es gibt nur 1 Bus der zum Flughafen fährt, deshalb war ich ziemlich erleichtert 🙂 Dann ab zum Domestic Terminal, eingecheckt und ein kurzes Frühstück bei McDonalds (Pancakes sind nicht zu empfehlen) und schon gings los – mit Jetstar nach Melbounre. Melbounre? Nein! Nach Avalon, so ähnlich wie „Frankfurt“-Hahn eher in Geelong als in Melbourne, aber der Flug war günstig. Ich hatte Glück und hab einen emergency exit bekommen, d.h. man bekommt vor dem Ablfug ein kleines Training im Flugzeug wie man die Türe aufmacht, was die Stewardessen schreien im Notfall u.v.m. war echt praktisch und es gab extra Beinfreiheit 🙂 Dann im Mini-Flughafen von Avalon angekommen und schau mich um und plötzlich taucht Amy aus dem nichts auf hehe. Wir sind dann gleich weitergefahren nach Ballarat, eine Goldgräberstadt nordwestlich von MEL. Dort gab es dann einen Einblick in die australische Geschichte mit Goldgräberboom, Eureka-Aufstand, Schule im 19.Jhd und viele andere spannende stories. War echt interessant und nebenan war auch das Goldmuseum mit einem der größten Goldnuggets der Welt (37kg). Am besten ihr schaut euch die Bilder an, da kann man sich ein besseres Bild von Ballarat machen. danach sind wir dann zu ihr nach Kilmore (ca. 40km nördlich von MEL) gefahren. Sie wohnt jetzt mit ihrem Freund in einem echt schönen Haus und Katze 😉 War irgendwie ein tolles Gefühl mal wieder ein „richtiges“ Dach über dem Kopf zu haben hehe. Abends haben wir dann noch sensationell günstiges Pizza gegessen (6 $ im Vergleich zu 14 in Sydney) und über einige australische Besonderheiten gesprochen, z.B. die Führerscheinprüfung oder das Woolworths (größte Supermarktkette in AU) in Victoria Safeway heißt… Am Freitag musste ich leider an meinem Assignment für die Uni arbeiten aber nachmittags haben wir uns dann auf den weiten Weg (3 Stunden) nach Mirboo North gemacht. Mirboo North war die Stadt, in der ich 2004 im Schüleraustausch war, östlich von MEL im schönen Gippsland. Auf dem Weg dorthin sind wir dann in Yinnar vorbeigekommen, wo Merrin & Matt jetzt einen eigenen Supermarkt eröffnet haben. war echt cool zu sehen wie die beiden viel Arbeit und Enthusiasmus in den Laden gesteckt haben, wir durften die Renovierung besichtigen und die Auswahl des Ladens hat sowohl typsiche Sachen (gemüse, gaaaaaanz viele Zeitschriften etc.) aber auch eine typische Merrin Note mit vielen kleinen Sonderheiten wie der Scratch world map (eine Weltkarte bei der man die Länder freirubbeln kann, die man besucht hat) oder viele witzige Kochaccesoires u.v.m. Am besten ihr schaut einfach selbst mal im Yinnar General Store vorbei 😀 Abends hat Amy mich dann bei Meg, meiner damaligen Austauschschülerin, in Churchill abgeladen und dort hab ich mich dann mit ihrer Familie zu Pizza & Alk verabredet. Meg wohnt in ner WG mit ihrem Freund und ein paar anderen und hat jetzt einen Job als Lehrerin in Trafalgar gefunden. War ein super witziger Abend, Merrin & Matt sind dann auch vorbeigekommen und war super die ganze Familie nochmal zu treffen und der Alk ist nur so geflossen… hatte meine Austauscheltern gar nicht mehr so locker und witzig in Erinnerung ^^ Danach gings noch nach Morwell zu ner kleinen Party, wir waren dann aber alle ziemlich fertig so dass wir ziemlich früh wieder weg sind. Meg hat mich dann (mit ihrem tollen Wulkswägen Golf 😉 nach Mirboo North gefahren, nur dumm dass wir keine Ahnung hatten, welches das Haus von Amys Eltern ist. Hier gibts keine Straßenlampen deshalb hab ich mich dann durch die Vorgärten geschlichen in der Hoffnung auf keine Hundeattacken aber ging dann gut 🙂 Samstags stand dann Sightseeing auf dem Programm: Kaitlyn hat uns abgeholt und wir sind zum Bahnhof gefahren und in die Stadt, dort dann auf den Eureka Tower (höchstes Gebäude der südlichen Hemisphäre) mit einem tollen Ausblicke und eine kleine Tour durch die Stadt. Melbourne gefällt mir einfach super, ich hab mich wie zu Hause gefühlt, liegt wohl einfach daran, dass mir alles vertraut vorkam und ich viele shcöne Erinnerungen hatte. Ein besonderes Stück australischer Kultur war dann das Melbourne Prison mit der Geschichte von Ned Kelly (fragt google oder wikipedia), war sehr interessant und vor allem beeindruckend, dass es heute noch so viele Diskussionen um ihn gibt. Mit der Tram (ach wie toll so was doch ist! keine Busse 😉 sind wir dann zum Melbourne Cricket Ground (MCG oder einfach australisch abgekürzt) „the G“ gefahren zum AFL (australian footie) Spiel Bulldogs vs. Hawthorne. Kaitlyn ist der totale Bulldogsfan deshalb waren wir blau-rot-weiss ausgestattet. Ich bin total begeistert von Footie, viel spannender als Rugby und nachdem ich die Regeln erklärt bekommen habe, war es auch sehr aufregend. Nur leider sind die Bulldogs gerade ziemlich mies deshalb gings dann 120 :46 aus aber naja 😉 Abends sind wir dann zurück nach Mirboo North, wo Merrin eine große Wiedersehensparty in der Brauerei organisiert hat. Am Anfang wars etwas komisch alle wiederzusehen mit dem üblichen „und wie gehts dir so“ blabla, aber gegen Ende wurde es dann immer besser und haben viele tolle Erinnerungen ausgekramt und hatte eine mega witzige Afterparty bei Mark (inkl. Klopfern!). Am nächsten Tag hieß es dann gemütlich ausschlafen und dann haben wir uns im Park getroffen und typische australische Leckereien (sausage roll, vegemite roll, meat pies) gegessen. Mirboo North hat sich kaum verändert aber irgendwie doch, ist wahrscheinlich immer so wenn man nach langer Zeit wieder an einen altbekannten Ort zurückgeht… Von unseren Austauschschülern waren auch fast alle da, nur Bree war arbeiten in einer Apres-Ski-Hütte in den australischen Alpen. Danach sind wir dann zu Megs Eltern nach Boolarra gefahren, ich war total aufgeregt wieder das Haus zu sehen. Es hat sich sehr verändert, das zweite Haus auf der Farm haben sie jetzt größtenteils renoviert und in „mein“ Zimmer ist jetzt eine Sauna eingezogen. Es gab dann super leckere scones (buttermilchbrötchen) mit sahne und marmelade, das war damals schon mein absolutes Lieblingsessen 🙂 Dann mussten wir aber auch schon wieder zurück nach Kilmore und am Montag mittag auch gleich zum Flughafen zurück nach Sydney. Dabei hatte ich ein echtes Schockerlebnis, mein Flug ging vom international Terminal (nicht domestic obwohl Inlandsflug), weil der Flieger danach weiter nach Honululu fliegt. Dementsprechend musste ich durch sämtliche Sicherheitskontrollen usw. und stand dann endlich an der Schlange für domestics. Dann kam ich endlich an die Reihe, wurde aber gleich wieder weggeschickt, weil ich keine Unterschrift auf dem Bordticket hatte (warum muss ich das unterschreiben? Komisch!), deshalb wieder zurück ans Ende der Schlange (danke!). Als ich dann endlich durch war, warens noch 12 Minuten bis zum Abflug, also gleichmal durch den Flughafen gerannt. Habs dann aber zum Glück noch geschafft 🙂 Problem war nur, dass ich in Sydney am gleichen Tag noch eine Präsentation halten musste und der Flieger dann ewig auf dem Rollfeld stand. Verdammt! Als wir dann in Sydney ankamen, hatte ich noch 40 Minuten um zur Uni gekommen. Also zum ersten mal in meinem Leben ein Taxi für mich genommen und auf gings. Tollerweise schien der Fahrer es genauso eilig zu haben wie ich, ist wie ein verrückter durch die Stadt gefahren (mit 70 durchs Wohngebiet) und waren dann in rekordverdächtigen 25 Minuten an der Uni 🙂 Ging dann alles nochmal gut und die Präsi lief auch. war eine supertolle Zeit in MEL, aber am besten war es, die ganzen Leute wiederzusehen und ich hab fast schon Heimweh nach Melbourne 😉

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Comedy Gala, Rugby und Ochsenherzfrucht

Sorry für die extreme Wartezeit, hatte irgendwie soviel Zeug im Kopf in letzter Zeit deshalb jetzt endlich wieder Blogeinträge. Hier stellt sich so langsam der Uni-Alltag ein, das heißt viel lesen und Assignments schreiben. Assignments sind so was wie kleine Seminararbeiten hier (meist um die 3,000 Wörter) zu bestimmten Themen (z.B: social media in meinem informatik kurs) mit denen ich in letzer Zeit ziemlich beschäftigt war. Aber ich schreib lieber über die interessanteren Dinge 🙂 Aaaalso ein Highlight war die Comedy Gala hier an der Uni, d.h. verschiedene Stand-up Comedians aus Sydney hatten einen Auftritt im Uni-Stadion. Am Anfang hab ich ehrlich gesagt ziemlich wenig verstanden, aber je nach performer wurde die Sprache auch deutlicher und dann wurde es immer witziger. Zum Schluss kam dann Will Anderson, ein richtig berühmter Comedian (vllt so was wie Michael Mittermeier in D) und war richtiger derber, schwarzer Humor aber sehr witzig 😉 Außerdem hab ich hier immer mal wieder was mit den AIESECern unternommen und hatte dann eine country presentation auf der LCM (Mitgliederversammlung). Das war ziemlich cool mal von denen die Klischees über Deutschland zu hören (Autobahn, Apfelstrudel, Aldi…) aber so ziemlich das gleiche wie überall auf der Welt. Meiner Meinung nach ist das Wissen über D & Europa hier eher gering, ist einfach zu weit weg und der Fokus liegt da eher auf Asien und den USA. Begeistert waren dann alle vom deutschen Essen, ich hab Nürnberger (aus einem deli store), Apfelstrudel, Donauwelle (selbstgebacken!), Schwarzbrot, Riesling und Bier mitgebracht. Kam sehr gut an 😉 Dann haben wir zum Schluss noch ein Gruppenfoto gemacht, das Ergebnis sehr ihr in den Bildern unten… Richtig cool war dann auch die Just-do-it-con von allen LCs in Sydney, eine kleine Mini-Konferenz über einen Tag zur Stärkung der Zusammenarbeit der 4 LCs in Sydney, wo ich dann auch ne Präsentation zu Membermotivation und Teamstrukturen gehalten habe ^^ Außerdem stand noch eine Pubtour mit den Studyabroad Leuten auf dem Programm, war ganz cool mal durch The Rocks (zwischen Opera house und harbour bridge) zu schlendern und in die Pubs & Bars reinzuschnuppern, nur leider zu teurer zum durchprobieren ^^ (z.B: ein Bier kostet 8 Dollar, ca. 6 Euro).  Am 20. August stand dann Rugby auf dem Programm. Ich mus zugeben, ich hatte noch nie Rugby gesehen und keinen Plan wie das funktioniert aber wir haben dann die Regeln auf wikipedia nachgeschlagen und uns zusammengereimt, was die Spieler da vor uns machen. Irgendwie hat mich das aber nicht so mitgerissen, Punkte werden egtl nur alle 5-10 Minuten gemacht und dazwischen tackeln sich die beiden Teams nur gegenseitig und der Ball wechselt von einer auf die anderen Seite… (schwer zu erklären, sorry). Einfach auf Wikipedia anschauen wens interessiert 😮 Richtig spannend wurde es aber zum Schluss, als unser Teams (Roosters) noch in den letzen 10 Sekunden den Ball kurz vor der Ziellinie erobert hat und dann 2 Sekunden vor Schluss noch ein „Tor“ erzielt hat. War richtig geil und die Stimmung dann auch 🙂 Danach sind wir dann noch zu Arthur s Pizza gefahren, wo es die beste Pizza der Welt gibt (Mexican Pizza, yam yam yam)! Foto gibts unten. Nach dem WE gings leider wieder mit Uni weiter, wobei dann meine Marketing Professorin von einem „custard apple“ erzählt hat, den sie in Vietnam vermarkten musste. Dann hat sie in der Vorlesung rumgefragt, wer denn alles den custard apple kennt und von ca 40 hat genau einer gestreckt ^^ Deshalb jetzt hier mal eine kleine Einführung in diese tolle australische(?) Frucht, hab sie dann ne Woche später im Supermarkt entdeckt und probiert. Auf Deutsch heißt sie auch Zimtapfel oder Ochsenherzfrucht. Haha beides passt irgendwie: Sie sieht extrem hässlich aus weil sehr deformiert (siehe Bilder), innen shcmeckt sie aber super lecker süß mit einem ganz leichten Hauch von Zimtgeschmack. Man löffelt praktisch das Fruchtfleisch aus und spuckt die Kerne dann aus wie bei ner Wassermelone. Falls ihr die Frucht mal in D findet, probierts aus es lohnt sich 🙂

Week 4

So nach einer etwas längeren Pause melde ich mich auch wieder. Wie im letzten Eintrag erwähnt hab ich jetzt endlich die Flüge nach Melborune gebucht! 🙂 Vom 25. bis 29. August bin ich mit Jetstar in Melbourne und besuch da die Leute aus dem Schüleraustausch 2004. Bin schon gespannt wie es denen geht und freu mich auf Melbourne. Letzten Montag hieß es dann wieder Uni für mich, wobei es da eine geile Unterbrechung gab: es war study abroad welcome reception, d.h. wir haben uns im Luxussaal der Uni (leighton hall) getroffen und dort gabs finger food und gratis Alk (!!!) für alle 🙂 Dazu gabs kurze Reden von ehemalischen Austauschstudenten. War sehr interessant und der gratis alk war sehr verlockend 😉 Bin dann etwas betrunken in die Vorlesung danach gegangen… Dienstag und Mittwoch war dann ganz normal Uni. Donnerstag bis Montag war dann ziemlich ätzend für mich, da stand Seminararbeit (danke IWW) auf dem Programm. Bin froh, dass dieses Semester in Deutschland jetzt für mich edngültig abgehakt ist ^^ Trotzdem gabs ein paar Highlights am Wochenende, am FR abend sind wir in die City gefahren und sind dann zum Shangri La Hotel direkt am Circular Quay und sind dort in den 36. Stock in die Skybar hoch. Die Aussicht war der absoltue Hammer (Bilder folgen)! Leider die Preise auch, so dass ich mir einen 18$ Mojito geteilt hab. Samstag abend hab ich mich dann mit einem aus meinem Wohnheim getroffen und wir sind mit ein paar Singaporeans in die Stadt zum Indisch essen gefahren, war meeeega lecker! 🙂 Das Gratis Sushi am Sonntag im Wohnheim hab ich leider verpasst, war nach 10 Minuten alles weg ^^ Am Montag bin ich dann nach Bondi Junction (größtes einkaufszentrum in sydney) gefahren und hab dort ein paar Kleinigkeiten gekauft, die mir noch gefehlt haben, zb Pfanne etc. Da war ich dann auch im reisebüro um die Semesterferien an der Ostküste abzuchecken. Dienstags war dann ziemlich stressig: Für meine Informatik Vorlesung sollten wir ein Kapitel aus einem 140$ teuren Buch lesen, das dann in einem Quiz abgefragt werden sollte und 10% der Semesternote zählt. 140$ waren mir zu viel deshalb wollte ich s in der Bib ausleihen nur leider waren da für alle 5 Ausgaben die Wartelisten astronomisch. Mist! Hab dan ewig rumgeackert bis ich dann zum Glück einen Kommilitonen getroffen hab, der das Buch hatte und es mir ausgeliehen hat. Mittags gabs zum Glück Free BBQ von AIESEC vor der Bib, war ok (ich vermisse einfach deutsche Würstchen). Dann saß ich abends in der Vorlesung und es ging alles um Web 2.0 (wie auch das Kapitel im Buch). Ich denk mir dann die ganze Zeit warum wir das lesen sollten wenn wir es doch eh in der Vorlesung behandeln… naja und zum schluss sagt sie (lecturer) dann, dass wir zur Wiederholung ja das Buch lesen können.. und dann hab ichs gecheckt! Hab dann meine Kommilitonin gefragt, und wir mussten Chapter 12 (nicht 11 Web 2.0) lesen, das ging dann um Rechnerarchitekturen. Verdammt! Hab dann in den 5 Minuten zum Rechenzentrum die Überschriften überflogen und dann kam der Test.. Zum glück hat mir dann meine Sitznachbarin die Lösungen zugeflüstert, so dass ich im Endeffekt bestanden hab 🙂 Puhhhh. Nach dem Schock bin ich dann gleich in die Stadt gefahren und hab mich mit ein paar anderen Deutschen in der Scubar getroffen (unterm YHA central, für die die schonmal da waren) und dort gabs Pizza all you can eat. Schock überstanden 😉 Am Mittwoch hab ich mich dann der Jobsuche gewidmet und mich auf studienteilnahme konzentriert (so ähnlich die sdie spieltheorie experiment in KA) und hab jetzt schon ne Zusage für Montag 🙂 80$ für 2,5 Stunden juhu! Die studie geht um die studienbedingungen für ausländer in Australien, passt also perfekt 😉 Außerdem hab ich mich noch als Produkttester angemeldet, bin mal gespannt was da kommt. Heute (DO) hab ich endlich mal frei und geh nachher noch im Unischwimmbad schwimmen und werd mich den vielen assignments widmen, die ich bis FR nächste Woche erledigen muss. Alles ok hier 🙂

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